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Reden

Hessen bringt Bundesratsinitiative zum Verbot von Konversionstherapien ein

Plenarprotokoll 03.04.2019

Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Homosexualität ist keine Krankheit; also bedarf es auch keiner Behandlung. Was es braucht, ist Respekt vor der sexuellen Identität unseres jeweiligen Gegenübers

(Beifall DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und Freie Demokraten)

Diskriminierungen und Stigmatisierungen von Menschen aufgrund der sexuellen Orientierung oder der sexuellen Identität rufen psychische und physische Erkrankungen hervor, nicht aber die Homosexualität.

(Beifall DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD)

Diese sogenannten Konversionsbehandlungen, also vermeintliche Therapien, die Schwule und Lesben heilen sollen, sind leider auch in Deutschland ein Problem und bis-her völlig legal. Zum Glück gibt es nur sehr wenige Seelsorger – paramedizinische Heiler –, die diese Programmeoffen anbieten. Meist – das ist schon gesagt worden – handelt es sich dabei um Gruppen gut vernetzter Einzelpersonen, häufig aus dem evangelikalen christlichen Bereich. Es ist also gut, das jetzt zu verbieten. Ob der auf einmal statt-findende Wettlauf, wer dies am schnellsten schafft, der Sache angemessen ist, sei dahingestellt.

Wir haben aber auch nach dem Verbot noch ein Problem, von dem wir nicht wissen, wie groß es sein wird. Vermutlich gibt es aber mehr Angebote dieser Art als offizielle. Das sind leider Hausärzte und Therapeuten, die diese Therapien zwar nicht offen anbieten, von denen wir aber wissen, dass sie den Patienten eine homosexuelle Lebensweiseausreden wollen. Diese versteckten Versuche treten vermutlich sehr viel häufiger auf, aber sie finden nicht in der Öffentlichkeit statt und werden auch nicht dokumentiert.

Wir wissen durch die Daten aus Großbritannien, dass wir es da mit dem Problemkreis eher älterer männliche Ärzte und Psychotherapeuten zu tun haben, die solche Versuche vornehmen und die nach einem Menschenbild leben, das wir alle hoffentlich seit Langem überwunden haben. Auch darum werden wir uns noch weiter kümmern müssen.

Ich betone ausdrücklich: Wir begrüßen die Initiative, wir begrüßen den Antrag, und wir werden ihm auch zustimmen. Diese völlig absurden Umpolungsversuche erinnern uns an die Zeit, in der Hexen verfolgt und Teufel ausgetrieben wurden. All das gehört verboten.

(Beifall DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD)

Letzte Bemerkung. Ich stelle fest, es bleibt noch viel zutun, wenn vor dem Druck einer Zeitung nicht auffällt, dass Sie, Herr Klose, mit genau dem Gegenteil von dem zitiert werden, was Sie – und ich – meinen. Es sollte auch selbst-verständlich werden, dass solche Fehler einfach nicht mehrmöglich sind. – Ich bedanke mich.

(Beifall DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD)

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