300 Wilken Ulrich portraetDr. Ulrich Wilken

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Reden (-2019)

zur Aktuellen Stunde der Fraktion der CDU Nordwest-Landebahn - Spatenstich für neue Arbeitsplätze und die Zukunft in Hessen

Hauptargument für den Ausbau des Flughafens sind die angeblich zu erwartenden Arbeitsplätze. Laut Fraport sollen 100.000 Arbeitsplätze durch den Ausbau entstehen, 40.000 - 50.000 direkt am Flughafen, weitere 50.000 im Umfeld.

Die Gutachter der Fraport berechnen Arbeitsplatzprognosen auf der Grundlage der Passagierzahlen. Sie unterstellen also eine Korrelation zwischen Zuwachs an Passagieren und Beschäftigten. Die Zahl der Direktbeschäftigten sollte pro Zuwachs von einer Million Flugpassagieren um jeweils 1.450 zunehmen. Seit 1999 hat sich die Zahl der Flugpassagiere um 5,2 Millionen erhöht, die Zahl der Arbeitsplätze hätte also um 7.500 zunehmen sollen. Hat sie aber nicht.

Das bestätigt die Erfahrung das Gutachten W3 „Rheinisch-Westfälisches-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen" aus der Mediation, es kommt zu dem vernichtenden Urteil: „Eine Hypothese, dass der Arbeitsmarkt in Relation zur Größe eines Flughafens positiv beeinflusst wird, lässt sich nicht bestätigen. Ein Einfluss einer Flughafeninfrastruktur auf den Arbeitsmarkt ist statistisch nicht nachweisbar."

Das Versprechen, es würden 40.000, 60.000 oder gar 100.000 Arbeitsplätze durch den Ausbau geschaffen, sind reiner Populismus, um die Menschen in der Region einzukaufen.

Fakt 1: Der Flughafen ist ein Klimakiller
Angesichts der drohenden Klimakatastrophe ist ein weiterer Anstieg des Luftverkehrs nicht zu verantworten. Es hilft nichts in Sonntagsreden von Nachhaltigkeit und Energiewende zu schwadronieren, wenn man gleichzeitig den Ausbau des Flughafens forciert.

Fakt 2: Der Flughafen zerstört die Umwelt im Rhein-Main-Gebiet
Durch Rodung des Kelsterbacher verliert die Region einen überlebenswichtigen Schadstofffilter und Klimaregulator.

Fakt 3: Der Flughafen gefährdet die Gesundheit der Menschen
Die gesundheitlichen Belastungen Hunderttausender Menschen durch Lärm und Schadstoffe werden billigend in Kauf genommen.

Fakt 4: Es gibt keine Notwendigkeit für den Ausbau
Deutschland hat die größte Flughafendichte Europas: 18 internationale Flughäfen sind über die ganze Republik verteilt, mit reichlich Kapazitätsreserven.

Die Rhein-Main-Region ist mit dem größten deutschen Flughafen eindeutig überversorgt. Jeweils mehr als die Hälfte der Passagiere nutzen den Flughafen zum Umsteigen oder für Nahverbingungen. Mit dem Bau leistungsfähiger Netze für Hochgeschwindigkeitszüge könnte der Verkehr stärker auf die umweltfreundliche Schiene verlegt werden.

Eine Studie des Wuppertals-Instituts hat berechnet, dass eine Verlagerung des innerdeutschen Luftverkehrs auf die Schiene rund 24.000 Starts auf Rhein-Main überflüssig machen könnte - das wäre knapp ein Fünftel.
Statt den Frankfurter Flughafen weiter aufzublähen, sollten wir die Schiene fördern als einen Beitrag zum Klimaschutz.

Gesamtbelastungsstudie muss her
Wie der Hessische Landtag bereits beschlossen hat, muss eine Gesamtbelastungsstudie über die Umweltbelastungen im Großraum Rhein-Main erstellt werden für alle Neu- und Ausbauvorhaben in der Region.

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