Um Juristen für den Staatsdienst zu begeistern, braucht es mehr als eine Verbeamtung im Referendariat

Anlässlich der heutigen Landtagsdebatte zur Wiedereinführung der Verbeamtung auf Widerruf für Rechtsreferendare erklärt Ulrich Wilken, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Das Gesetz erfüllt eine Forderung der Rechtsreferendare. Netto wird wohl mehr Geld auf dem Konto der Referendare sein. Mit einer Verbeamtung auf Widerruf geht ein besserer Status einher. Das ist im Grundsatz zu begrüßen. Wir warten nun die Anhörung ab, wie die Expertenmeinungen zu dem Gesetz sind.“

Allerdings gäbe es noch einige Baustellen mehr, die in der Ausbildung der Juristen anzugehen wären, so Wilken. Die unsäglichen privaten Repetitorien, die ein Geschäft mit der Angst der Referendare betrieben, weil diese das Gefühl haben, in ihrem Referendariat nicht gut genug ausgebildet zu werden, sei nur ein Aspekt davon. Inwieweit die Juristen auf aktuelle Herausforderungen der Digitalisierung und internationalen Zusammenhänge vorbereitet würden, ein anderer.

„Das Gesetz wird den Zweck, am Ende hochkarätige Juristen im Staatsdienst zu haben, nicht erfüllen. Das könnten hingegen eine gute work-life-balance, ein attraktives Arbeitsumfeld und moderne Arbeitsmittel viel eher.“

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